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Die Inka-Stadt Cusco

Nach einer kurzen Stärkung beschlossen wir das Auto zu der AVIS Station zu bringen. Denn unser Auto röhrte seit dem gestrigen Tag wie ein Hirsch. Wir versuchten mit dem Hauspersonal ins Gespräch zu kommen. Nur ungern wollten wir unsere Irrfahrt in Cusco weiterführen. Da auch in der Pension „Alemania“ nur die Inhaberin deutsch spricht, mussten wir mit unseren Wörterbüchern hantieren, ehe wir brauchbare Antworten auf unsere Fragen bekamen. Die nette kleine Frau lachte immer nur über uns und zog uns damit auf, dass wir kein Spanisch konnten. Dabei bemühten wir uns wirklich.
Sie kopierte uns einen Stadtplan und zeichnete uns den Weg ein, den wir mit unserem Auto fahren müssen. Sah eigentlich nicht schwer aus. Sie achtete sehr auf unsere Aussprache und berichtigte unsere zaghaften spanischen Brocken.
So rangierten wir unser Auto wieder aus der engen Einfahrt und fuhren zur AVIS-Station. Wir fuhren die Avenue El Sol ein paar mal rauf und runter, ehe wir das winzige Büro von AVIS gefunden hatten. In Cusco Auto zu fahren, ist um einiges schwieriger wie in Lima oder anderen Städten. Zwar wird hier, um die Touristen nicht zu belästigen, nicht soviel gehupt, jedoch ist die Verkehrsführung sehr kompliziert.
Wir hatten Glück und trafen den AVIS-Mitarbeiter an. Die ganze Prozedur dauerte über eine Stunde aber er nahm uns das Auto ab und versprach, es bis morgen Nachmittag reparieren zu lassen.
Wir schlenderten die Avenue El Sol hinauf zum Plaza de Armas und sahen uns das Zentrum von Cusco an. Selbst als Fußgänger hatten wir unsere Probleme die richtigen Wege zu finden. Die Gassen von Cusco sind extrem eng und verwinkelt. Auffallend für Cusco sind die vielen Kirchen und einzelnen Plätze. Immer wieder gab es neue interessante Ecken zu entdecken. Nachdem wir das wichtigste abgelaufen sind, beschlossen wir ein nettes Restaurant aufzusuchen. In Cusco ist es üblich, dass vor jedem Restaurant, und davon gibt es Hunderte, Mitarbeiter die Touristen ansprechen und mit speziellen Angeboten zum Essen einladen. Wir entschlossen uns für den Inka-Grill und ließen es uns richtig gut schmecken.
Da sich unsere Pension oben am Berghang befand, hatten wir nach dem Essen einen guten Spaziergang vor uns, der uns nicht nur außer Puste brachte, sondern auch die Eiseskälte vertrieb. Cusco liegt auf 3.800 m Höhe. Nachdem die Sonne untergegangen war, wurde es rasch sehr kalt. Nachttemperaturen von um die 0 Grad waren normal. Allerdings gibt es keine Heizungen in den bungalowartigen Häusern. Lediglich ein Ölradiator stand mit dem Hinweis da, dass Strom sehr teuer ist. So setzten wir uns in den Aufenthaltsraum und ließen uns einen heißen Mate de Coca bringen. Im Aufenthaltsraum brannte im kleinen Kamin ein gemütliches Feuer.
Die Pension war hübsch eingerichtet. Überall hingen Bilder aus der Kolonialzeit an den Wänden. Um in unser Zimmer zu gelangen, mussten wir immer durch die kleine Küche. Dadurch hatten wir stets Kontakt zum Personal und übten fleißig unser Spanisch.

weiter > Cusco Teil 2

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