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Wir liefen verschiedene Sehenswürdigkeiten aus unserem Reiseführer ab. Interessant war aber das Leben und Treiben auf den Straßen, was für uns erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig war. Das Kloster San Francisco hatte leider zu, so dass wir lediglich durch das Gitter lunschen konnten. Uns beobachteten drei Einheimische. Wir bemerkten Sie zwar unterhielten uns aber weiter. Plötzlich fragte eine ältere Frau ob wir Deutsche wären. Wir antworteten und erzählten dass wir aus Berlin kämen. Die Frau freute sich plötzlich so sehr, dass sie uns zu Begrüßung umarmte. Wir unterhielten uns kurz, dabei erzählten wir dass wir hier Urlaub machen und was wir noch vor haben. Sie erzählte uns im Gegenzug dass ihr Bruder in Berlin wohnt und dass er dort viele Freunde gefunden hatte. Die Frau war richtig glücklich und freute sich wahnsinnig. Sie verabschiedete sich wieder mit einer herzlichen Umarmung und erzählte ihren Begleitern freudig von der eben gemachten Bekanntschaft. Wir waren ebenfalls sehr überrascht über diese herzliche Situation und waren beeindruckt wie gut wir als Deutsche hier ankamen. Später ließen wir uns von Elvis abholen und nach Miraflores bringen, wo wir den Rest des Nachmittags verbrachten. Insgesamt ist Lima nicht sehr spannend und sehenswert, aber wer nach Peru kommt sollte trotzdem einmal dort gewesen sein.
Die Nacht fuhren wir wieder mit Elvis zum Flughafen, leider ohne Erfolg. Wir verbrachten fast drei Stunden in höchster Anspannung und totaler Frustration. Wir waren ungeheuer wütend und konnten uns nicht so recht vorstellen wie es weiter gehen soll. Da hatten wir nun die Auskunft bekommen, dass das Gepäck in Lima sei und nun sagte man uns es sei noch in Frankfurt. Da wir keine Adresse unterwegs hatten, konnte man uns das Gepäck auch nicht nachschicken. Uns blieb leider nichts anderes übrig als um 2 Uhr nachts das Flughafengelände unverrichteter Dinge zu verlassen.
Elvis hatte die Zeit über in seinem Taxi geschlafen. Er konnte kaum glauben, dass wir wieder nichts erreicht hatten und schimpfte oder fluchte irgendetwas in Spanisch wozu er seinen Kopf ständig schüttelte. Wir bezahlten ihn ordentlich für die nächtliche Extra-Tour. Im Hotel tauschten wir uns mit dem Nachtpersonal aus. Wir waren viel zu aufgeregt, als das wir hätten schlafen können. So beschlossen wir am nächsten Morgen unseren Urlaub in Peru endlich zu beginnen. Wir wussten nicht, ob wir von unterwegs aus nach unserem Gepäck recherchieren können. Also mussten wir einen Zuhause in Deutschland einweihen, der uns von dort aus helfen würde. Wir entschieden uns für Matthias Vater, der sicherlich die wenigsten Ängste um uns ausstand. So setzten wir uns ans Internet und beschrieben unser Problem bevor wir dann endlich ins Bett gingen.
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