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Paracas - Ica
Die Halbinsel Paracas

Schon die Hinfahrt zur Halbinsel war ziemlich beeindruckend. Wir fuhren von der Panamericana ab in Richtung Pisco. Im Reiseführer klang der Ort richtig interessant, wir aber fanden außer ein paar Häusern, einem alten fabrikähnlichen Fischereihafen nichts wirklich schönes. In Paracas selber, stach ein hoch abgeschirmtes Hotel ins Auge. Hier stiegen die Reisegruppen aus Europa und den USA ab. Hinter den Gefängnismauern sah man einen schön angelegten Tropischen Garten, mit Pools und Liegestühlen. Nein, dass wollten wir nicht. Kurzentschlossen fuhren wir weiter. Es wird schon noch andere Hotels geben. Wir fuhren weiter zum Naturschutzgebiet, registrierten uns und machten erst einmal an einem Museum halt. Hier stiegen wir das erste mal richtig aus unserem Wagen, um ein Stück zu laufen. Es war angenehm warm, die Sonne suchte sich ihren Weg durch den Dunst. Wir liefen durch den Wüstensand zu einem Aussichtsturm, von dem aus wir Flamingos beobachteten. Still war es. Touristen waren sehr wenige unterwegs. Alles war unheimlich weit. Für uns als Europäer war das irgendwie beängstigend. Durch die Ruhe und die Weite fühlte ich mich extrem klein und irgendwie hilflos. Im Auto war mir dann wieder wohler.
Es gab keine großartigen Karten oder Wegbeschreibungen für die Insel. So fuhren wir los, erst mal der Asphaltstraße folgend. Irgendwann jedoch war diese zuende und wir fuhren eine Sandpiste weiter. Bald befanden wir uns mitten in der Wüste, orientierungslos folgten wir den Spuren im Sand. Matthias gefiel dieses Offroad-Fahren. So düsten wir eine ganze Weile durch die Gegend, die sehr beeindruckend war. Es gab nur Sand, die hohen Berge rechts und links bestanden auch nur aus Sand. Wir fuhren von einem zum nächsten Aussichtspunkt und genossen die atemberaubende Wüstenlandschaft und die romantische Küste. Gekonnt fuhr Matthias die Sandberge rauf und runter, manchmal nicht wissend, wie es weiter geht. Bald aber holte uns der Gedanke ein, dass wir noch immer eine Unterkunft für die kommende Nacht suchten, außerdem hatten wir außer etwas Wasser und einer Packung salziger Kekse noch nichts an Proviant, geschweige denn etwas sauberes zum Anziehen. Der Gedanke daran auch noch einen vierten Tag in den gleichen Klamotten rumzulaufen, sprach uns nicht wirklich an.
So machten wir uns auf den Weg nach Ica.

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